Vom Reiten toter Pferde

Vom Reiten Toter Pferde

Den Dakota-Indianern wird folgendes Zitat nachgesagt:

„Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab und gehe zu Fuss.“

Indianerweisheit, oder einfach nur Gag?

Klar ist, bei vielen Projekten, die man objektiv betrachtet als gescheitert ansehen müsste, wird vom Steering Committee, der Projektleitung oder im Projektteam so getan, als ob es noch zu retten wäre. Niemand will in den sauren Apfel beissen und den Entscheidungsträgern reinen Wein einschenken. Statt dessen wird mit vielen Mitteln versucht, das Projekt am Leben zu erhalten.

Unten stehende Liste hält uns auf ironische Weise einen Spiegel vor’s Gesicht.

  • Man besorgt sich eine stärkere Peitsche. – Denn nur motivierte tote Pferde sind gute tote Pferde.

  • Man gründet einen weiteren Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren. – Wenn man erstmal verstanden hat, auf welche Weise das Pferd tot ist, wird man geeignete Mittel entwickeln können, um es zum Aufstehen zu bewegen.

  • Man prüft, wie andernfirms tote Pferde denn so geritten werden. – Weg vom Tunnelblick und Betriebsblindheit hin zu Weitsicht, kooperativem Learning hilft, dem toten Pferd auf andere Weise zu begegnen.

  • Man erstellt qualitätsgesicherte Anleitungen, wie man tote Pferde bestmöglich reitet. – Ganz nach dem Motto: „It’s not a bug, it’s a feature!“.

  • Man bezieht externe Spezialisten in der Beurteilung toter Pferde ein. – Wenn es der Spezialist XY nicht schafft, das tote Pferd zu reiten – na ist es dann ein Wunder, wenn es uns selber auch nicht gelingt?

  • Man schirrt zusätzliche Pferde vor den Projektkarren. – Wenn das tote Pferd vom vielen Ziehen schon ermattet ist, hilft sicher ein oder mehrere zusätzliche Pferde, die man dazugesellen könnte.

  • Man bestellt eine zusätzliche Studie. – Gibt es allenfalls bessere oder günstigere tote Pferde, die man statt dessen reiten könnte?

Tönt das eine oder andere vertraut?

Sprechen Sie mit mir

Vom Reiten toter Pferde

Vom Reiten Toter Pferde

Den Dakota-Indianern wird folgendes Zitat nachgesagt:

„Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab und gehe zu Fuss.“

Indianerweisheit, oder einfach nur Gag?

Klar ist, bei vielen Projekten, die man objektiv betrachtet als gescheitert ansehen müsste, wird vom Steering Committee, der Projektleitung oder im Projektteam so getan, als ob es noch zu retten wäre. Niemand will in den sauren Apfel beissen und den Entscheidungsträgern reinen Wein einschenken. Statt dessen wird mit vielen Mitteln versucht, das Projekt am Leben zu erhalten.

Unten stehende Liste hält uns auf ironische Weise einen Spiegel vor’s Gesicht.

  • Man besorgt sich eine stärkere Peitsche. – Denn nur motivierte tote Pferde sind gute tote Pferde.

  • Man gründet einen weiteren Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren. – Wenn man erstmal verstanden hat, auf welche Weise das Pferd tot ist, wird man geeignete Mittel entwickeln können, um es zum Aufstehen zu bewegen.

  • Man prüft, wie andernfirms tote Pferde denn so geritten werden. – Weg vom Tunnelblick und Betriebsblindheit hin zu Weitsicht, kooperativem Learning hilft, dem toten Pferd auf andere Weise zu begegnen.

  • Man erstellt qualitätsgesicherte Anleitungen, wie man tote Pferde bestmöglich reitet. – Ganz nach dem Motto: „It’s not a bug, it’s a feature!“.

  • Man bezieht externe Spezialisten in der Beurteilung toter Pferde ein. – Wenn es der Spezialist XY nicht schafft, das tote Pferd zu reiten – na ist es dann ein Wunder, wenn es uns selber auch nicht gelingt?

  • Man schirrt zusätzliche Pferde vor den Projektkarren. – Wenn das tote Pferd vom vielen Ziehen schon ermattet ist, hilft sicher ein oder mehrere zusätzliche Pferde, die man dazugesellen könnte.

  • Man bestellt eine zusätzliche Studie. – Gibt es allenfalls bessere oder günstigere tote Pferde, die man statt dessen reiten könnte?

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2017-10-01T16:54:47+00:00